ÜBER "DAS LAUFEN" - Wer kann eigentlich laufen?

Laufen kann jeder, der gesundheitlich dazu in der Lage ist. Organe, Kreislauf, Atmung und Bewegungssapparat müssen in Ordnung sein und es darf keine schwere rheumatische Erkrankung vorliegen. Ein bestehender Bluthochdruck muß gut eingestellt sein. Trifft das alles zu, kann man guten Gewissens laufen.

 

Diabetiker (Typ 2) sollten sogar laufen. Einzige Ausnahme: wenn der Diabetes schlecht eingestellt ist.

 

Sogar mit Arthrose kann man - wenn der Arzt  nichts dagegen hat - eingeschränkt laufen, muß dann aber sehr genau darauf achten, daß man seine Gelenke nicht überlastet. Denn Bewegung wirkt Arthrose entgegeben. Laufen selbst verursacht auch keine Arthrose (s. auch Irrtum 1 und Annahme 9 in Irrtümer und Wahrheiten).

Ursache einer Arthrose sind meist Fehlstellungen oder bereits vorher vorhandene Gelenkschäden (unfallbedingt oder angeboren). Diese lassen sich durch eine ärztliche Untersuchung ausschließen. Auch eine ständige Überlastung kann zu Arthrose führen. Sie wird meist durch zu hohes Körpergewicht verursacht. Wer Übergewicht hat, muss deswegen erst mal flott gehen (sogenanntes "Walking"), bevor er mit dem Laufen ("Running") beginnen kann. Die Gefahr, an Arthrose zu erkranken, besteht für normalgewichtige Läufer nur dann, wenn  ihre Lauftechnik extrem gelenkbelastend ist (übertriebener Fersenlauf) oder Warnsignale des Körpers (überlastungsbedingte Schmerzen) dauerhaft mißachtet werden. Dies kann vermieden werden, wenn man die Ratschläge aus den ergänzenden PDF-Dateien und den Videos in DIE RICHTIGE LAUFTECHNIK und Häufige Fehler anwendet.

 

Der Laufsport kann in der Jugend, genauso gut aber auch erst im fortgeschrittenen Alter begonnen werden. (Wer erst mit 40, 50 oder 60 mit dem Laufen anfängt, wird sich noch einige Jahre verbessern können, während bei Läufern, die schon jung begonnen haben sich die Zeiten (zuerst über kurze Distanzen) jenseits des 40. Lebensjahrs langsam verschlechtern. Auch im Alter sind noch sehr gute Ausdauerleistungen und damit entsprechende Halbmarathon- und Marathonergebnisse möglich. Da bei solchen Wettbewerben meist eine Einteilung in Altersklassen stattfindet, bestehen auch für ältere Läufer noch Chancen, gute Ergebnisse zu erzielen.

 

Dass heutzutage ein Großteil der über 50-Jährigen unter arthrotischen Veränderungen leidet, ist leider großteils eine Folge unseres normalerweise bewegungsarmen Lebens. Der Laufsport stärkt jedenfalls die Knorpelmasse unserer Gelenke und wirkt daduch einem Abrieb und damit dem Entstehen einer Arthrose entgegen

 

Auch körperlich kleine Läufer können laufen und sind, da sie ein wesentlich geringeres Gewicht haben, als große, oft sehr schnell. Beispiel: Die Weltklasseläuferin Sabrina Mockenhaupt (s. MOTIVATION).

 

Mit vielen korrigierbaren Fußfehlstellungen (insbesondere mit dem weit verbreiteten Knick-Senk-Spreizfuß) kann man laufen, wenn geeignete und passende Einlagen getragen werden (Meine Erfahrungen damit: hier.).

 

Keinesfalls laufen sollte, wer eine akute Infektion hat oder wenn diese noch nicht ausgeheilt ist. Das gilt auch für Personen, die sich nicht sicher sind, ob sie wirklich gesund sind. Die bei Laufwettbewerben gelegentlich zu beklagen- den Todesfälle (Wahrscheinlichkeit: 1:30.000) könnten meist vermieden werden, wenn sich alle hieran halten würden (s. PDF-Datei "Die gefährliche Seite des Sports" in der Einleitung zu "Wer kann eigentlich laufen?" der Übersicht). 

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