über "DAS LAUFEN" - Wie schnell ist "laufen"?

Eines vorweg: Wer gesundheitlich in der Lage ist, zu Laufen, ist auch schnell genug für den Laufsport.

 

Beim Laufen wird zuerst die Ausdauer verbessert und - vor allem bei Übergewichtigen - das Gewicht reduziert. Beides führt im Laufe der Zeit automatisch zu einer Zunahme der Geschwindigkeit. Diese kann durch gezieltes Training weiter gesteigert werden.

 

Anfänger benötigen im Wettkampf (über 5 km) für einen Kilometer - je nach Leistungsfähgkeit - etwa 9 bis 6 Minuten (= knapp 7 bis ca. 10 km/h) . Ein durchschnittlicher Läufer kann bei gutem Training nach mehreren Jahren eine Dauergeschwindigkeit von 12 bis 15 km/h (= 5 bis 4 Min./km) erreichen. Ein Weltklasseläufer kommt auf rund 3 Min./km (= 20 km/h). Frauen sind geringfügig langsamer als Männer. Deshalb gibt es auch getrennte Wertungen. Ich selbst laufe meine 10-km-Rennen im Durchschnitt in etwa 5 Minuten pro Kilometer. Auf kürzeren Distanzen bin ich etwas schneller, auf längeren entsprechend langsamer. Bei Volks- und Hobbyläufen (bis 10 km) lande ich mit meinen Zeiten meist noch im Mittelfeld, bei Halbmarathons eher im letzten Drittel (s. Berichte und Ergebnisse). 

 

Vielen (den Fitness- und Gesundheitsläufern) kommt es überhaupt nicht auf die Geschwindigkeit an. Andere möchten gerne schnell sein. Diesen sei folgendes gesagt: Auch wer nicht zu den talentierten Läufern gehört, kann an sich arbeiten und seine Geschwindigkeit verbessern. Denn: "Ein fleißiger Durchschnittsbegabter kann genau so schnell sein, wie ein faules Talent" (so Herbert Steffny, der selbst im Alter von über 50 Jahren noch zur Spitze seiner Altersklasse gehört - vgl. MOTIVATION).

   

Beim Training wird nicht nach Kilometern pro Stunde oder Minuten pro Kilometer, sondern nach % der maximalen Herzfrequenz (Ermittlung: s. TIPPS -von A bis K - HERZFREQUENZ) gelaufen. Anfänger, Abnehm- sowie Fitness- und Gesundheitsläufer bewegen sich mit einer Geschwindigkeit, bei der sie nicht außer Atem kommen. Auch lange Trainingsläufe werden so bestritten. Wenn man seine Schnelligkeit verbessern will, dann läuft man mit höheren Herzfrequenzen. Welcher Läufertyp Du bist und mit welcher Herzfrequenz Du richtig läufst, erfährst Du in Lauftyp und Tempo. Die Messung der Herzfrequenz erfolgt mit Hilfe einer Pulsuhr (am besten mit Brustgurt; andere Systeme sind zu ungenau).

 

Bei Wettkämpfen bis 10 km beträgt die maxHF etwa 90 bis 95%, bei Halbmarathons (21,1 km) ungefähr 85% maxHF. Marathons (42,195 km) werden mit ungefähr 80% der maximalen Herzfrequenz gelaufen. Anders, als im Training wird im Rennen ausschließlich nach Geschwindigkeit (Min./km gelaufen).

 

Der Pulswert sagt übrigens nichts über die tatsächliche Geschwindigkeit aus, da er - unabhängig von der Leistungsfähigkeit - genetisch bedingt individuell sehr verschieden ist.

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