AKTUELLES - Das Allerletzte

Hier werden von mir in unregelmäßigen Zeitabständen - wenn es sich eben so ergibt (z. B. durch Eingebungen während meines Trainings) - aktuelle Themen aufgegriffen, die nicht unbedingt etwas mit dem Laufsport zu tun haben müssen. 

Warum ich manchmal lieber meine eigene Katze sein möchte

Noch Mitte Dezmeber 2009 war ich stolz darauf, das ganze Jahr über weder krank noch verletzt gewesen zu sein. Da

ging es dann auch schon los. Nach einem etwas übertriebenen Berglauf im ersten Schnee holte ich mir eine Sehnenzerrung im linken Unterschenkel und konnte deshalb am geplaten Silvesterlauf nicht teilnehmen. Das  war noch ein paar Wochen wiedr weg. Doch schon Anfang Februar (nach einem nächtlichen 2 1/2 Stunden-Trainingslauf, bei dem wohl mein Immunsystem zu stark strapaziert wurde) bekam ich eine saftige Erkältung.

 

Dass ich mir bei meinem Hausarzt erst einen Termin geben lassen musste und dann noch zwei Stunden warten durfte, war für mich ganz in Ordnung. Ich bin das ja so gewohnt, da er fast den ganzen Ort behandelt. Dass ich statt eines Antibiotikums auf Kassenkosten ein  pflanzliches Mittel auf Privatrezept erhielt und eine Nachuntersuchung nicht für notwendig erachtet wurde, habe ich einfach akzeptiert. Daß der Chirurg (zu dem ich wegen der Schwellung unterhalb meines linken Knies überwiesen wurde) mir erkärte, ich solle wieder kommen, wenn die Schwellung stärker wäre, damit er mich dann operieren könne, habe ich - zumindest aus seiner Sicht -auch noch in Ordnung gefunden. Daß ihn mein Hinweis, daß ich 2.000 km im Jahr laufe, nicht zu Überlegungen bezüglich einer Einschränkung meiner Sportausübung veranlasst hat, hat mich dann schon etwas gewundert.

 

Gestunken hat mir aber die Sache, als ich feststellen musste, wie viel besser meine Katze behandelt wurde und wie viel schneller sie - wohl deswegen - gesund wurde.

 

Sie kam ohne Voranmeldung und ohne Wartezeit sofort dran. Es stellte sich heraus, daß sie auch eine Erkältung hatte. Womöglich hatte ich sie sogar angesteckt. Es wurde sofort ein Antibiotikum gespritzt. Danach erhielt sie das gleiche in Tablettenform. Es erfolgten zwei Nachuntersuchungen (nach einem Tag  und nochmal nach einer Woche). Ein zweitägiges Ausgehverbot war selbstverständlich. Eine Anmerkung dahingehend, daß meine Katze sonst den ganzen Tag darußen rumläuft, konnte ich mir sparen.

 

Meine Katze war nach einer Woche wieder fit. Ich brauchte ungefähr einen Monat, bis die Erkältung weg war. Die Schleimbeutelentzündung habe ich noch immer. Da sie jetzt meine ständige Begleiterin im wieder aufgenommenen Training ist, wird sie mir wohl noch lange erhalten bleiben. 

 

Was läßt sich daraus schließen? Tiere werden offensichtlich besser behandelt, als Freizeitsportler!

 

Jetzt wisst Ihr, warum ich - zumindest manchmal - lieber meine eigene Katze sein möchte.

 

Ich hoffe, es ist Euch besser ergangen und ihr bleibt von Erkrankungen und Verletzungen verschont.

 

Mit sportlichen Grüßen

Euer

Rüdiger Hutzler