DAS LAUFJAHR 2009 - Erlanger Winterwaldlauf (Fitnesslauf über 10 km) am 04.04.

Minuten vor dem Start
Minuten vor dem Start

Das musste ich nach meinem ersten Lauf über die 10-km-Distanz feststellen: Es dauert (in meinem Alter?) ganz schön lange, bis man sich davon vollständig erholt hat. Es war mir aber so weit gelungen, dass ich mich wenige Tage vor dem Start wieder richtig fit gefühlt habe. Doch dann wurde es - am Tag vor dem Lauf - plötzlich Frühling mit Sonnenschein und Temparaturen um 20°. Ich hatte, auch in den letzten Wochen, nur bei Temparaturen von maximal 5 bis 8° trainiert und jetzt das. Als ich - einen Tag vor dem Rennen - die Startunterlagen abholte und die Strecke besichtigte,  fühlte mich, als wäre ich vom Winter in den Hochsommer katapultiert worden. Zum Glück war der Temparaturwechsel, wie ich zunächst glaubte, am nächsten Tag einigermaßen verdaut.

 

 

Eine Stunde vor dem Start (gegen 14 Uhr) bin ich in Erlangen und gehe zunächst zum Start-/Zielbereich. Der Hauptlauf (ebenfalls über 10 km, aber nur für Endzeiten bis 50 Minuten) ist noch in vollem Gange. Eines ist mir schon vor dem Start klar: Eine deutliche  Verbesserung  meiner Zeit (insgeheim habe ich mit fast zwei Minuten auf unter 52 Minuten gerechnet) ist bei diesem Wetter (strahlender Sonnenschein, ca. 22°C) wohl kaum drin. Nach Abschluss der Vorbereitungen (zweimaliges Nachtrinken und mehrmaliger Gang auf die Toilette) laufe ich mich (nachdem der Hauptlauf inzwischen beendet ist) etwa 10 Minuten lang auf der Strecke warm. Dann gehe ich zum Start. Ich stelle mich, da ich mich ja zu den schnelleren "Fitnessläufern" zähle, in der zweiten Startreihe auf. Da es bei diesem Lauf nur eine Zielzeitmessung gibt, kann das ein paar Sekunden bringen. Vor dem eigentlichen Start müssen alle nochmal ca. 50 Meter (bis zu einer weissen Linie) vor laufen, damit die Distanz auch genau stimmt. Dann kommt der Startschuss.

 

Sekunden nach dem Start
Sekunden nach dem Start

Ich laufe bewusst nicht voll drauf los, um später keinen Einbruch zu erleiden und nehme dafür auch in Kauf, anfangs ständig überhholt zu werden. Den ersten Kilometer möchte ich nicht unter 5:00 laufen, aber auch nicht viel darüber.

 

Nach 500 m (welche durch eine Tafel angezeigt werden) liege ich bei 2:20, worauf noch leicht verlangsame. Den ersten Kilometer erreiche ich dann nach 5 Minuten und 10 Sekunden.  Diese Zeit möchte ich konstant halten. Leider schaffe ich das nicht, obwohl die Strecke fast eben ist und größtenteils durch den Wald führt, so dass die Sonne nicht voll draufknallt. Ich habe die hohen Temparaturen eben doch noch nicht ganz verkraftet. Von Kilometer zu Kilometer wird es etwas mühsamer und meine Geschwindigkeit läßt langsam nach. Andere haben dieses Wetter scheinbar besser verkraftet, da ich immer wieder mal überholt werde. Die erste Hälfte habe ich nach exakt 26:00 Minuten geschafft. Hier auf der Hälfte der Strecke gibt es auch Wasser zu trinken. Ich fühle mich nach ein Paar Schluck im Durchlaufen aber eher unwohl als besser. Wenn ich ab jetzt konstant laufen würde, könnte ich noch unter 52:00 bleiben. Daran glaube ich aber selbst nicht.

So setzt sich die schleichende Verlangsamung fort. Auch ein Kollege (der bereits beim Hauptlauf mitgelaufen war und so zum Spass - ohne Wertung - nochmal mitlief) und überholte, als wäre er noch ganz frisch, konnte mich nicht wirklich aufrütteln. Irgendwo dranhängen kann ich mich auch nicht, da ich dann befürchte, vorzeitig schlapp zu machen. Zwischendurch gelingt mir sogar einen oder zwei Läufer zu überholen.  Dennoch geht es immer zäher voran. Zwei Kilometer vor Schluss ist schon abzusehen, dass die Endzeit wohl um die 53 Minuten liegen wird. Ein richtiger Schlusspurt ist auch nicht mehr drin, da die nächsten 50 Meter vor mir niemand ist, den ich versuchen könnte, einzuholen und die Kraft auch schon ziemlich verbraucht ist. So kann ich letztendlich mit einer Zeit von 53:11 (81. von 212, 13. von 26 in meiner Altersklasse) zufrieden sein. 

 

Im Ziel trinke ich dann noch Wasser, kaufe ein Paar Stück Kuchen für die Daheimgebliebenen und mache mich dann wieder auf den  Heimweg.

 

Rückblickend ist festzustellen, dass 12 Sekunden (und damit eine Zeit unter 53:00) noch dringewesen hätten sein müssen, aber eben nicht waren. Da ich einen richtigen Einbruch vermieden und (ohne Gewichts-abnahme) noch eine neue Bestzeit erreicht hatte, konnte ich zufrieden sein. Mit dem Wetter hatten offenbar auch andere zu kämpfen, da die Endzeit des Siegers um mehrere Minuten schlechter war, als im Vorjahr. Wenn man (um eine objektiven Vergleich zu haben) eine Gesasmtwertung (Haupt- und Fitnesslauf zusammen) vornimmt, war ich als 274. von 411 immer noch im Mittelfeld zu finden. Das war deutlich besser, als vier Wochen zuvor am Rothsee. Ich bin konstanter gelaufen, als dort und war auch schneller.

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