DAS LAUFJAHR 2009 - 25. Landkreislauf Weißenburg-Gunzenhausen (4,1 km von 52,8) am 04.07.

Dieser Lauf ist etwas völlig Neues für mich. Zum ersten Mal in einer Mannschaft (bei einem Staffellauf). Der Erwartungsdruck ist natürlich entsprechend hoch.

 

Ich durfte für die AOK Weißenburg starten. Man suchte dort noch Leute die mitmachen wollten. Ich hatte mich spontan gemeldet und erhielt auch tatsächlich Gelegenheit, zu starten, was für mich eine Ehre war (noch dazu sich dieser Lauf heuer zum 25. mal jährt). Es war eine relativ leichte Etappe (4,1 km lang vom Wildgehege in Treuchtlingen bis nach Graben - benannt nach dem Karlsgraben - mit nur einer leichten Steigung drin). Ich wollte einfach von Anfang an voll laufen. Fit war ich auch. Den (wegen Wadenprobleme langsamen) 10-km-Lauf von vor einer Woche hatte ich gut verdaut und keinerlei Beschwerden.

 

Am Morgen des Lauftages habe ich noch Hoffung, dass die Wetterbedingungen ganz gut sind, da es früh zunächst regnet und die Schwüle der letzten Tage verschwunden scheint. Auf der Fahrt nach Treuchtlingen hört es dann auf zu regnen. Als ich angekommen bin und mich kurz warmgelaufen habe (was allerdings wenig Sinn macht, da man vorher nicht weiß, wann der Läufer der letzten Etappe ankommt und man starten kann), merke ich schon, dass es doch langsam wieder schwül wird. Als dann die ersten Läufer eintreffen und starten, ist die Sonne voll da und die Luft ist  unerträglich feucht geworden. Egal. Ein Läufer läuft bei jedem Wetter! Dass unsere Mannschaft einheitlich in einem warmen Baumwoll-T-Shirt läuft, macht es für uns nicht gerade angenehmer. 

Hier einer unserer stärksten Läufer; er hatte hinterher sogar noch die Kraft, meinen Lauf mit dem Rad zu begleiten.
Hier einer unserer stärksten Läufer; er hatte hinterher sogar noch die Kraft, meinen Lauf mit dem Rad zu begleiten.

Nach meiner Schätzung kann ich (so gegen 11.40 Uhr) als ca. 20. starten, als ich von meiner Vorläuferin übernehme (Ich habe leider nicht mitgezählt. Wegen der Konzentration auf den Wechsel hatte ich auch vergessen, meine Stoppuhr zu stellen). Es läuft zunächst ganz flott, zumal es erst mal ein paar hundert Meter bergab geht. Allerdings sind sehr viele Leute (Angehörige von Läufern, Spaziergänger und Radfahrer) auf der Straße, so dass ich erst mal zickzack laufen muss. Gleich danach kommt der längere Anstieg und ich werde etwas langsamer. Hier werde ich bereits von den ersten Läufern überholt. Auch als es danach bergab geht, kann ich nur noch leicht an Geschwindigkeit zulegen. Der schnelle Start und die feuchtwarme Witterung lassen mehr einfach nicht zu. In der Ebene, auf dem letzten Drittel, habe ich dann nochmals das Nachsehen, als ich ein weiteres Mal überholt werde. Insgesamt schätze ich waren es vier Läufer, denen ich mich geschlagen geben musste.

 

Nach ungefähr 19 bis 22 Minuten (das entspricht 4,6 bis 5,4 Min./km, das sind im Mittel 5,0 Min./km) komme ich dann im Etappenziel (Biotop bei Graben) an, übergebe an meinen Nachfolger und laufe noch ca. 5 Minuten aus. Danach gehe ich wieder nach Treuchtlingen zurück. Etwa die Hälfte der Strecke lege ich langsam laufend zurück. Anschliessend fahre ich nach Emetzheim, wo ich noch live erlebe, wie die Abschlussläuferin unseres Teams (als 23. von 103 Mannschaften: u. a. Schüler, Frauen, Männer, gemischte) im Ziel einläuft. Wir sind mit einer Gesamtzeit von 4:07:20 schliesslich auf Platz 12 (von 63) der "gemischten" Mannschaften gelandet. Letztes Jahr war es noch der 10. (nach Rang 14 im Jahr 2007).

 

Bei diesem Ergebnis frage ich mich natürlich, ob ich dafür verantwortlich bin, dass meine Mannschaft die Vorjahresplatzierung nicht halten konnte oder ob es mir theoretisch möglich gewesen wäre, zu einem besseren Platz in der Wertung der "Gemischten" beizutragen. Nach längerem Rechnen bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass beides nicht der Fall ist. Um wenigstens den 11. Rang zu erreichen, hätten wir insgesamt mindestens 5 Minuten und 37 Sekunden schneller sein müssen. Ich allein hätte das nur mit einer Zeit von unter 4 Minuten pro Kilometer schaffen können. Das wäre - bei den Witterungsbedingungen zur Startzeit - nur einem überdurchschnittlich schnellen Läufer möglich gewesen. 

 

Glücklich im Ziel (im Bild: 5 von 12 Team-Mitgliedern)
Glücklich im Ziel (im Bild: 5 von 12 Team-Mitgliedern)

Meine Leistung war mit geschätzten rund 5 Min./km letztendlich etwas schlechter, als der Mannschaftsdurchschnitt (= 4,7 Min./km mit, etwas über 4,6 Min./km ohne mich). Damit kann ich nicht zufrieden sein. Mir ist klar, dass ich (auch nach über einem Jahr Wettkampferfahrung) noch immer zu den eher langsamen Läufern gehöre, was wohl an meinem - für einen Läufer - recht hohen BMI (25) liegt. Ich habe mir daher vorgenommen, beim nächsten geplanten Lauf (am 20.09.2009 in Neumarkt in der Oberpfalz) nur zu starten, wenn ich mindestens 4 kg weniger wiege, was einem BMI von 24 entspricht.

 

Dieser Landkreislauf war für mich eine interessante Bereicherung meines Läuferlebens. Die Veranstaltung war insgesamt gut organisiert. Dass die Strecke nicht abgesperrt war, hat zwar etwas gestört, den guten Gesamteindruck aber nicht geschmälert. Sollte ich meine Leistung wie geplant steigern können, würde ich dort nächstes Jahr gerne wieder an den Start gehen.

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