DAS LAUFJAHR 2009 - 14. Nürnberger Stadtlauf (Familien-Jogging über 10 km) am 03.10.

Es ist, von den äußeren Bedingungen her wirklich ein wunderschöner Tag (sonnig, ca. 18° C, leichter Wind). Trainingsmäßig bin ich fit, habe aber nicht abgenommen (Gewicht noch immer 73,0 kg). Ich trage heute ausnahmsweise nochmal die Schuhe mit denen ich in Ansbach persönliche Bestzeit gelaufen bin. Sie haben subjektiv eine etwas bessere Führung, als die neuen. Alles habe ich bedacht nur bei der Ernährung vor dem Wettkampf habe ich einen Fehler gemacht. Abends habe ich noch Dörrobst gegessen, das mir nachts sehr schwer im Magen gelegen ist. Ich habe morgens leichten Durchfall und  ein deutliches Übelkeitsgefühl, das erst bei Beginn des Laufes verschwindet.

 

Eine halbe Stunde vor dem Lauf komme ich in Nürnberg an und laufe mich gleich auf dem Weg zum Start (am Opernhaus) warm. Zehn Minuten vor dem Start geht es nochmal kurz auf die Toilette. Fünf Minuten bevor es los geht klettere ich über die Absperrung und stelle mich (ca. vier Meter hinter der Startlinie) auf. Bereits jetzt fühle ich mich total ausgetrocknet.

 

Den ersten Kilometer will ich in etwa 5 Minuten schaffen und diese Geschwindigkeit konstant beibehalten. Wieder mal habe ich Probleme mit dem Einstellen meiner Uhr. Da ich relativ weit vorne bin werde ich anfangs ständig überholt. Dennoch ist der erste Kilometer bereits nach 4:12 erreicht. Das ist viel zu schnell. Ich verringere deshalb das Tempo auf 5 Minuten pro Kilometer. Das Gefühl des Ausgetrocknetseins ist inzwischen weitgehend verschwunden. Dennoch lasse ich die Wasserstelle (bei km 2,5) nicht aus und fühle mich danach auch etwas frischer. Ich kann die 5:00 nicht ganz halten, habe aber wieder Hoffnung, als ich zwischen km 4 und 5 plötzlich schneller werde und einige überhole.

 

Etwa nach der Hälfte der Strecke gibt es noch mal Wasser. Ich nehme einen Becher mit. Bei Kilometer 6 liege ich (mit 30:00) noch im Plan, obwohl ich natürlich etwas Zeit verloren habe. Von da an läßt die Kraft einfach etwas nach und ich werde entsprechend langsamer. Die beiden Steigungen bei km 8 und 9 verbrauchen ganz schön Kraft. (Für die ersten 6 km habe ich 30, für letzten 4 insgesamt 23 Minuten gebraucht, das sind pro km 5 bzw. 5,75 Minuten.). Insgesamt der gleiche Ablauf wie beim Rothseelauf im März dieses Jahres. Nur dieses Mal war der Einbruch nicht so heftig. Im Endspurt bin ich nicht völlig kraftlos, kann aber auch nicht mehr viel zulegen, so daß ich mit einer Zeit von 53:00 zufrieden sein muß.

 

Ich lasse mir im Anschluss an den Lauf natürlich das Buffet (Bananen, Kuchen, Äpfel) schmecken. Sogar Bier gibt es, was heute aber nicht das Richtige für mich war. Den "großen Preis" (eine Marathon-Reise nach Antalya, die verlost wurde) habe ich leider nicht gewonnen aber deswegen bin ich auch nicht gelaufen.

 

Ich hätte es anfangs einfach langsamer angehen lassen müssen. Hätte ich auf Wasser zwischendurch verzichtet, wäre wohl trotzdem eine neue Bestzeit möglich gewesen, so eben nicht. Nur knapp habe ich eine Platzierung im 1. Drittel des Männerfeldes verpasst. 

 

Es war - trotz meines taktischen Fehlers (zu viel Biß am Anfang) - ein schöner Lauf.  Auch die Rekordbeteiligung hat sich nicht negativ ausgewirkt. Anders, als beim vorangegangenen Lauf in Neumarkt, wurde es nie zu eng. Meine Zeit geht angesichts meiner nicht optimalen Tagesform in Ordnung. Es ist immerhin noch meine bisher zweitbeste geworden. Daß ich in meiner Altersklasse (als 30. von 118) das bisher beste Ergebnis erzielt habe, bedeutet nicht viel, da bei einem so großen Lauf wie diesem sehr viele langsame Gelegenheitsläufer mit dabei sind. Das Jahresendziel von unter 50 Minuten ist damit nicht mehr realistisch und wird angehoben. 

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