DAS LAUFJAHR 2009 - 10. Neumarkter Stadtlauf (über 10,55 km) am 20.09.

Das beschauliche Städtchen Neumarkt ist beim Stadtlauf ...
Das beschauliche Städtchen Neumarkt ist beim Stadtlauf ...

Auf diesen Lauf habe ich mich sehr gut vorbereitet. Lediglich in den ersten zwei Wochen (von insgesamt sechs) fielen (während des Urlaubs) einige Trainingseinheiten aus. Dafür bin ich in dieser Zeit teilweise täglich gelaufen und das ohne Probleme. Danach konnte ich feststellen, dass ich bei den Tempoläufen schneller geworden bin. Ca.1 1/2 Wochen vor dem Lauf traten die Anfangs-Symptome einer  Erkältung (ohne Fieber) auf, die ich aber erfolgreich bekämpfen konnte, ohne dabei das Training unterbrechen zu müssen. 

 

Ich komme ca. 1 1/2 Stunden vor Beginn des Laufes in Neumarkt an. Die Temparatur ist fast ideal (geschätzte 18° C, noch neblig), wird aber wegen der hohen Lufteuchtigkeit von mir nicht als angenehm empfunden. Die Wetterbedingungen sind also nicht bestens, aber insgesamt gut. Zwar habe ich nicht soviel an Gewicht abgenommen wie ich wollte, mit 73 kg (= BMI 25,0) besteht dennoch Hoffnung, die angestrebte Zeit von unter 52:30 zu schaffen.

... nicht mehr wieder zu erkennen!
... nicht mehr wieder zu erkennen!

Um genügend hydriert zu sein, trinke ich noch ca. einen Liter Wasser. Eine halbe Stunde vor dem Start dann noch ein kurzes Foto mit Mannschaft (AOK Bayern) vor dem Rathaus. Das eigens dafür über mein ärmelloses Laufshirt gezogene AOK-T-Shirt bringe ich danach wieder zurück zum Auto und nutze diese Strecke gleich zum Warmlaufen (knapp 7 Minuten lang). Anschießend lasse danach überschüssige Flüssigkeit ab (d. h., ich gehe pinkeln).

 

Ich stelle mich in dem mir (nach der von mir korrekt geschätzten voraussichtlichen Leistung) zugewiesenen Startblock "C" auf. Der Brems- und Zugläufer, an den ich mich halten wollte, ist einen Block weiter vorne (was nicht korrekt ist). Da ich keine Lust habe, mich durch Hunderte hindurch zu kämpfen, kann ich den schon mal vergessen.

 

Nach dem Start geht es (bei insgesamt ca. 2.700 Läuferinnen und Läufern, davon mehr als 1.700 über die Distanz von 10,55 km) sehr zäh los. Als ich dann (nach ca. 700 m) etwas schneller laufen kann, merke ich, daß es von der Atmung her bestens geht, dagegen spüre spüre ich die Oberschenkel deutlich. Ich habe mir wohl die letzten Tage nicht genug Ruhe gegönnt. Das gibt sich aber bald. Ich sehe dann auch gleich einen Team-Kollegen vor mir, an den ich mich ranhänge.

 

Der erste Kilometer ist nach 5:20 erreicht. Obwohl ich die ganze Strecke über immer wieder überhole und selbst nur selten überholt werde, gelingt es mir nicht, meine Zwischenzeiten zu verbessern. Sie bleiben (mit Schwankungen um +/- 10 Sekunden) bei etwa 5:20. An der ersten "Wasserstelle" lasse ich mir einen Becher geben, muß aber feststellen, dass es ein süßes Iso-Getränk ist und nehme daher nur einen Schluck. Darauf hin laufe ich bis zum Ende durch. Mein Kollege nimmt immer wieder Flüssigkeit auf, fällt dann zurück, holt aber immer wieder auf. Während des Laufes kommt die Sonne durch. Es wird etwas wärmer (ca. 20° C) und noch etwas schwüler. Ich laufe dennoch konstant weiter.

 

Obwohl die Kraft bis zum Schluß nicht nachgelassen hat, reicht es insgesamt nur für eine Zeit von 56:08, was einer 10-Kilometer-Zeit von 53:10 entspricht.  Durch die vielen Teilnehmer im Zieleinlauf kann ich am Schluß nicht voll spurten. Sonst wären noch ein paar Sekunden weniger drin gewesen. In meiner Altersklasse bin ich 70. (s. nebenstehende Urkunde) von 126 (s. detaillierte ERGEBNISSE) geworden, insgesamt 700. von 1.708 (Männerwertung: 620. von 1.151). Damit liege ich noch fast in der Mitte des Mittelfeldes, habe aber mein Zeitziel deutlich verfehlt.

Dennoch fühle ich mich gut, da ich insgesamt sehr gleichmäßig gelaufen bin und während des Laufes keinerlei Probleme (weder muskulärer Art noch mit der Atmung) hatte. Ich war sogar überrascht, wie problemlos das Überholen ging.  Es ist also noch etwas Reserve vorhanden, um die Geschwindigkeit zu steigern.

 

Ich habe meine Möglichkeiten einfach nicht voll genutzt, wohl auch deshalb, weil in meiner Umgebung nur sehr wenige schnellere Läuferinnen und Läufer waren und das Überholen dadurch sehr leicht ging, weshalb ich  widerum etwas zu wenig Anreiz hatte, noch mehr aus mir rauszuholen.

 

Zur Mannschaftswertung konnte ich leider nichts beitragen. Meine Zeit und die eines noch deutlich  langsameren (jüngeren) Kollegen wurde gestrichen, da wir nicht zu den fünf Besten unserer Mannschaft gehörten.

 

Die hier von mir gezeigte Leistung entspricht in etwa der vom Jahresanfang. Das war sicher weniger, als ich eigentlich hätte leisten können. Es kann daher beim Stadtlauf in Nürnberg am 03.10. nur besser werden. Angestrebt ist dort eine Zeit zwischen unter 50:00 bis unter 51:00.  Um die zu schaffen, muss ich zwischen 15 und 21 Sekunden pro Kilometer schneller sein. 

 

Leider gibt es von mir keine Streckenfotos. Mit dem Zielfoto wurde es auch nichts, da es ständig sehr eng zugegangen ist und ich im Ziel zu schnell für die Kamera war. 

 

Übrigens: Das äußerst vielseitige Büffet im Zielbereich ließ wirklich keine Wünsche offen und die Medaille für alle Zieleinläuferinnen und -einläufer war eine gelungene Überraschung.

<< Berichte (Übersicht) und Ergebnisse                                                                                                    ^ nach oben ^