DAS LAUFJAHR 2009 - 16. Rothsee-Volkslauf (Hauptlauf über 10,4 km) am 08.03.

Beim Start
Beim Start

Nach der langen Winterpause der erste Formtest. D. h. beim Training gab es eigentlich keine Winterpause Ich musste lediglich wegen einer Erkältung ca. 2 Wochen lang (ab Weihnachten) pausieren, was mir aber eher gut getan hat. Eigentlich wollte ich nur prüfen, wie viel schneller ich über die Distanz von 5 km geworden bin und deswegen nur am 5,2-km-Hobbylauf teilnehmen. Die Voranmeldungszahlen im Internet ließen aber schon erkennen, dass hier nur mit sehr wenigen Teilnehmern (ca. 30) zu rechnen sein würde. Das war mir dann doch etwas zu wenig. Da ich in diesem Jahr sowieso auf die 10-km-Distanz umsteigen wollte, meldete ich mich kurzerhand für die 10,4 km an.

 

Die vorangegangene Erkältung (Husten) hatte ich zwar noch nicht ganz auskuriert. Ich war aber guter Dinge, dass ich bis zum Start fit sein würde.

1. Runde (kurz vor km 5)
1. Runde (kurz vor km 5)

Leider war dem nicht so. Wenige Tage vorher verechlechterte sich mein Husten und am Veranstaltungstag fühlte ich mich gar nicht gut. Da ich aber kein Fieber hatte, wollte ich es dennoch versuchen.

 

Als ich am Rothsee ankomme, läuft gerade der Hobbylauf.  Das Wetter ist ideal (stark bewölkt, maximal 8°C).  Es sind wirklich enttäuschend wenige Teilnehmer, was meine Entscheidung für den längeren Lauf bestätigt. Ich laufe mich etwa 10 Minuten auf der Strecke warm und stellte mich dann ins vordere Drittel der Starter. Sprecher ist ürigens wieder derselbe, wie schon beim Nürnberger Stadtlauf. Die Läufer sind wirklich eine große Familie. 

 

 

1. Runde (einziger Anstieg, bei km 5); danach kam der "Einbruch". Die beiden Läufer direkt hinter mir kamen noch vor mir ins Ziel.
1. Runde (einziger Anstieg, bei km 5); danach kam der "Einbruch". Die beiden Läufer direkt hinter mir kamen noch vor mir ins Ziel.
Mit letzter Kraft ins Ziel
Mit letzter Kraft ins Ziel

Ich denke nichts falsch zu machen, wenn ich den ersten Kilometer in etwa 5 Minuten laufe. Dass ich dieses Tempo nicht halten werde können, ist mir schon klar. Ausgehend vom letztjährigen Stadtlauf in Nürnberg (dort bin ich die 5 km in umgerechnet knapp 25 1/2 Minuten gelaufen) rechne ich (für die doppelte Strecke + 500 Meter) hier mit einer Zeit von knapp unter 53 Minuten. 

 

Schon bald nach dem Start merke ich, dass das gesamte Feld - und mittendrin auch ich - deutlich schneller ist, als von mir eingeschätzt. Den ersten Kilometer schaffe ich in weniger als 4 1/2 Minuten. Da es gut läuft, behalte ich das Tempo bei. Zu diesem Zeitpunkt träume ich sogar davon, mein Zeitziel deutlich zu unterbieten. Ab dem 4. Kilometer werde ich dann etwas langsamer, glaube aber immer noch, dass ich im Plan liege. Die 5,2 km (erste von 2  Runden) habe ich nach 26 Minuten geschafft.   

 

Danach ist dann plötzlich die Luft raus. Ich werde immer langsamer.

 

Bei km 6 hänge ich mich an einen Oldie (ca. 15 Jahre älter als ich) an, der mich kurz zuvor überholt hatte. So halte ich wenigstens meine Geschwindigkeit, auch wenn es zunehmend schwerer fällt. Mir ist jetzt klar, dass die 53 Minuten utopisch sind. Da ich nicht mehr schneller kann, bleibe ich hinter meinen Zugläufer, der sehr gleichmäßig läuft.

 

Etwa 500 m vor dem Ziel setze ich zum Endspurt an. Ich überhole meinen Zugläufer und einen vor ihm laufenden Herrn in etwa der gleichen Altersklasse. Leider kann ich das Tempo nicht halten und werde - kurz vor dem Ziel - von beiden wieder überholt. Es ist doch schön zu sehen, wie sich der Läufer vor mir über seinen Erfolg freut (Foto: s. START und KONTAKT). Natürlich habe ich mich zuerst geärgert. Doch das war im Ziel schon wieder vergessen.

 

Ich bin schon froh, dass ich noch unter 56 Minuten (mit 55:53) ins Ziel gekommen bin und hinter mir noch einige kommen.

 

Obwohl ich regelrecht eingebrochen bin, erhole ich mich schnell, trinke das (neben irgend einem gelben Warmgetränk) angebotene Wasser und esse Äpfel.

 

218. von 252 (eine Platzierung im letzten Drittel). Das war nicht so toll und wohl ein typisches Anfängerverhalten. Ich bin das Rennen ja auch so angegeangen, als ob ich nur 5 km hätte laufen müssen. Da musste ich einfach einbrechen. Wichtig war mir, dass ich es trotzdem gut zu Ende gebracht habe und jetzt weiss, wo ich stehe.

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