DAS LAUFJAHR 2010 - Zusammenfassung und Ausblick

Das Laufjahr 2010 wurde zeitweise (anfangs und am Ende) stark von gesundheitlichen Beeinträchtigungen und dadurch verursachten Laufunterbrechungen beeinflusst. Deshalb konnte ich letztendlich nur an drei Laufveranstaltungen (u. a. auch meinem ersten Halbmarathon) teilnehmen. Insgesamt musste ich mein Training (bei insgesamt ca. 1.500 Trainingskilometern; Vorjahr: ca. 2.000) fast 4 Monate lang ruhen lassen. Gewichtsmäßig kam es zu keiner Reduzierung, weshalb die erhoffte leistungsmäßige Verbesserung auslieb. So war der Ablauf:  

 

Die im Dezember 2009 erlittene Sehnenzerrung im linken Unterschenkel war nach wenigen Wochen vergessen. An beiden Unterschenkel sind noch die Folgen der Mitursache (ungenügender Kälteschutz) zu sehen. Noch im Januar konnte ich wieder mit dem vollen Training beginnen und steigerte vor allem die langen (nächtlichen) Läufe schnell. Prompt kam es im Februar zu einer Schwächung des Immunsystems und zu einem Infekt der oberen und unteren Luftwege. Eine Schwellung unterhalb der linken Kniescheibe, die ich noch heute habe, stellte sich (nach Konsultation eines Chirurgen und eines lauferfahrenen Orthopäden) als harmlos heraus.

 

Trotz einer nur sehr kurzen Vorbereitungszeit von nur drei Wochen war ich beim Fürthlauf am 18.04. in absoluter Bestform und schaffte die 10 km über 20 Sekunden schneller, als jemals zuvor. Neue (inoffizielle) Bestzeit! Das wenige Tage später (Untersuchung auf Anraten des Hausarztes, ohne vorliegende Beschwerden) vom Kardiologen ausgesprochene Sportverbot wurde nach 3 Wochen wieder aufgehoben. Mein niedriger Ruhepuls wurde (nach Rücksprache mit einem anderen Kardio- logen, der ein früheres Langzeit-EKG ausgewertet hatte) als sportbedingt angesehen, die beim EKG entdeckten Unregel- mäßigkeiten nicht mehr als problematisch. Meinen ersten Halbmarathon musste ich - wegen der Trainingsunterbrechung - auf das zweite Halbjahr verschieben. Zwei Wochen vor diesem Ereignis erfolgte noch ein Testlauf über 10,55 km (Stadtlauf Neumarkt/Opf.), bei dem ich langsamer als erwartet und sogar als im Vorjahr war (wohl weil mein Gewicht höher war, als 2009). Beim Nürnberger Stadtlauf am 03.10. verfehlte ich über 21,1 km die erhofften 1:59:59 um 6 Minuten, schaffte damit aber noch die (lt. Herbert Steffny) optimal erreichbare Debütantenzeit, so dass ich doch zufrieden sein konnte.

 

Von da an ging es gesundheitlich bergab und sportlich überhaupt nichts mehr. Wieder war (da ich mich auf den letzten Kilometern total verausgabt hatte) mein Immunsystem geschwächt. Schon einen Tag nach dem Rennen hatte ich einen Atemwegsinfekt, von dem ich mich nicht so schnell erholen sollte. Als (Anfang Dezember) die Symptome weitestgehend abgeklungen waren, hatte ich den Verdacht bei stärkerer Belastung (schnellem Bergaufgehen) unter Atemnot zu leiden. Bei und nach einem flotten Probetraining (am 08.12.) bestätigte und verstärkte sich die Luftnot. Am darauffolgenden Tag musste ich - nach kurzzeitigen Herzrythmusstörungen mit Beinahe-Kollaps - für 2 Tage in stationäre Behandlung.  Schon 1 bis 2 Wochen zuvor hatte ich in Ruhe (belastungsunabhängig) gelegentlich Schmerzen in der Brustgegend, die ich aber nicht auf das Herz zurück führte. In den nächsten Tagen traten neben Atemnot (schon nach geringer Belastung) weitere Krankheitssymptome (Schwindel, Panikattacken und Zittern, Benommenheit und Müdigkeit, Druck im Kopf und Schlaflosigkeit) auf, die - über Wochen - langsam wieder abklangen. Und diesmal war es genau umgekehrt, als im Frühjahr. Die Ärzte bescheinigten mir fit zu sein und ermuntern mich zum Laufen. Ich dagegen fühle mich krank.

 

Erste Probetrainings machen Hoffnung, dass es im nächsten Jahr statt eines Krankheitsberichtes wieder sportliche Erfolge geben könnte, obwohl ich in Ruhe zwischendurch noch immer leichte Anflüge von Schwindel und Herzrythmusstörungen habe. Die Ursache des Ganzen ist nach wie vor unbekannt. Entwarnung kann also noch nicht gegeben werden.