DAS LAUFJAHR 2010 - Fürthlauf (10 km) am 18.04.

Wegen mehrerer Unterbechungen von insgesamt ca. 4 Wochen konnte ich ein zielgerichtetes Training erst etwa 3 Wochen  vor dem Lauf wieder aufnehmen. In der zweiten Woche habe ich das Training durch zusätzliches Fahrradfahren zwischen den Triningsabschnitten intensiviert. Ausdauermäßig war ich fit. Die Zeiten bei den Tempoläufen ließen aber zu wünschen übrig. Hinzu kommt, daß ich  nochmal 3 kg (auf 76 kg) zugenommen hatte. Es war also eine eher schwächere Zeit zu erwarten. Ich wollte aber dennoch antreten, da ich bereits zwei Läufe hatte ausfallen lassen müssen. Mein Zeitziel habe ich auf unter 53 Minuten festgelegt, obwohl ich selber nicht so ganz daran glaube, dass ich es schaffen werde.

 

Die äußeren Bedingungen sind ideal. Temparatur um 16 Grad (im Schatten), blauer Himmel, Sonnenschein und leichter Wind. Um 10 Uhr 30 habe ich leicht gefrühstückt. In den letzten Wochen hatte ich mich sehr müde gefühlt. Heute bin ich aber ausgeschlafen und topfit. Ich parke das Auto ca. 5 Gehminuten vom Start entfernt und sehe mir erst mal alles an. Es stehen ein Paar Fressbuden herum und eine Band spielt. Bereits im Startbereich viel Kopfsteinplaster, wie auch auf einigen Streckenabschnitten.

 

Ich laufe nochmals zurück zum Auto, um mich noch etwas zu hydrieren und mich warmzulaufen und danach wieder zurück und noch paar hundert Meter mehr, bis ich sicher bin, daß die Körpertemparatur passt. Jetzt sind es noch etwa 10 Minuten bis zum Start, der um 13.15 Uhr erfolgt. Da es keine Nettozeit gibt, stelle ich mich ziemlich weit vor (in die 5. Reihe). Nach ca. 5 Sekunden überquere ich die Startlinie. Schon nach ca. 100 m löst sich das übliche Anfangsgedränge auf. Erfreut stelle ich fest, daß die einzelnen Kilometer deutlich markiert sind und ich schneller bin, als befürchtet. Kilometer 1 ist schon nach 4 Minuten und 51 Sekunden erreicht. Danach versuche ich etwas langsamer zu machen, obwohl ich dann noch mehr überholt werde, als bisher schon. Aber das ist eben so, wenn man ziemlich weit vorne startet. Der 2. Kilometer ist nach 9 Minuten und 58 Sekunden erreicht. Jetzt spüre ich deutlich, dass ich noch ein wenig langsmer laufen muss, wenn ich in der 2. Hälfte keinen Einbruch erleiden will. Ich versuche daher die nächsten Kilometer in einer Zeit um 5:20 zu laufen, was mir auch einigermaßen gelingt.

 

Immer wieder wird Wasser gereicht. Bei Kilometer 5 (Zwischenzeit: 25:44) nehme ich - ohne langsamer zu werden - einen Becher und trinke zwei Schluck. Sehr oft gibt es schattige Abschnitte mit leichtem Wind, die kühlen. Die Strecke ist -für einen reinen Stadtlauf - doch relativ abwechslungsreich. Schön ist auch, daß unterwegs immer wieder andere Bands spielen und dadurch den Lauf etwas auflockern. Es gelingt mir jetzt öfters mal, einzelne Läufer zu überholen. Das sind wohl die, die am Anfang zu schnell losgespurtet sind.

Vervollständigte Urkunde
Vervollständigte Urkunde

Der Weg führt um viele Ecken herum. Es gelingt mir dabei ständig auf Ideallinie zu bleiben, obwohl ich mir die Strecke vorher  nicht angesehen habe. Bei ca. Kilometer 7 nehme ich nochmal einen Schluck Wasser und kippe mir den Rest über den Kopf. Das hilft, denn ich werde gleich wieder etwas schneller. Die letzten zwei Kilometer versuche ich wieder scheller zu machen und es gelingt auch problemlos. Nach ca. 8.000 Meter ist bereits klar, daß ich eine Zeit unter 53 Minuten erreichen werde. Die letzten 1.000 Meter schaffe ich in weniger als 5 Minuten. Auf den letzten 300 Metern werde ich zunehmend schneller. Kurz vor der Zielgeraden lasse ich dann wieder etwas nach. Als ich aber das Ziel vor mir sehe, da ist plötzlich wieder Kraft da und ich stürme, noch etliche Läufer überholend, voran. Die Uhr am Zieleinlauf zeigt eine Zeit von 52:25 an (inoffizielle persönliche Bestzeit!). Ich erhalte eine Blanko-Urkunde mit der Minutenzeit von 52 (die ich nachträglich noch um die Sekunden ergänze). Danach gehe ich sofort zu meinem Auto weiter und freue mich auf meine große Portion Eis, die ich mir unterwegs gönnen werde. Ein Läufer-Buffet gibt es hier in Fürth nämlich nicht.

  

Erstmals fühle ich mich nach dem Lauf noch ausgesprochen fit, so daß ich am Nachmittag noch ca. 12 km (teilweise bergauf) mit dem Fahrrad fahre, um Brötchen und Kuchen zu holen. Ob das an der erstmals getragenen Kompressionswäsche (Hose) liegt? Abgeschlossen ist dieser Tag erst, als ich auf meiner Gartenliege bin und ein großes Stück Apfelstrudel vertilge.

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