DAS LAUFJAHR 2011 -Zusammenfassung und Ausblick

Im Januar fand ich heraus, was meine (seit 08.12.2010 bestehenden) massiven gesundheitlichen Probleme (vor allem Herzrythmusstörungen und Schwindelattacken) ausgelöst hatte: Magnesiummangel. Schon ein paar hundert Milligramm Magnesium bewirkten eine spontane Besserung. Nach wenigen Tagen war der über ein Monat dauernde Alptraum vorbei und ich konnte mein Training wieder aufnehmen. Damit war meine Gesundheit wieder hergestellt und das war mein größter Erfolg. Überhaupt: Durch das Laufen bin ich fitter, als ich es jemals war (O-Ton Hausarzt vom 22.12.2011: "Sie haben Werte wie ein junger Gott!". Und das ohne jegliche Medikamente - bei vor über 11 Jahren festgestelltem Diabetes -). Weil das Laufen mir gesundheitlich so viel bringt, ist für mich jeder Tag, an dem ich es tun kann, ein Erfolg. Wettkämpfe werden da endgültig zur Nebensache. Doch auch dort verlief fast alles positiv:

 

Eine Überbeanspruchung des rechten vorderen Schienbeinmuskels konnte meinen ersten Start (und das sollte gleich wieder ein Halbmarathon sein) nur um ein paar Wochen verzögern, aber nicht mehr verhindern. So startete ich relativ spät (erst im Mai) in die Saison. Ich lief gleich vier Halbmarathons hintereinander und die mit sehr unterschiedlichen Zeiten, aber alle über der 2-Stunden-Grenze. Beim letzten (am 18.09. in Neumarkt/Opf.) hätte ich diese fast geknackt. Es fehlten nur 22 Sekunden. Das war immerhin eine neue persönliche Bestzeit.

 

Über die kürzeren Distanzen war ich noch erfolgreicher. In Nürnberg war ich (Stadtlauf am 03.10., 6 km) über 80 Sekunden schneller, als vor zwei Jahren. Wenige Tage später wurde ich in Schwabach über 9 1/2 km (offiziell 10 km) sogar 5. meiner Altersklasse (von 13). Das war meine bisher beste Platzierung. Mitverantwortlich für diese Erfolge waren sicher das verstärkte Trainieren des Anlaufens gegen die Ermüdung und das zusätzliche Fahrradtraining. Durch letzteres konnte das wöchentliche Laufpensum sogar etwas reduziert werden.

 

Bei den nachfolgenden Wettkämpfen konnte ich an diese Erfolge nicht mehr anknüpfen. Beim letzten Wettkampf am 19.11. in Rednitzhembach habe ich wegen "schwerer Beine" über die 10-km-Distanz eines meiner schlechtesten Ergebnisse erzielt. Hier war ich wohl schon etwas übertrainiert. Die Zeitabstände zwischen den Rennen waren auch sehr kurz (meist drei Wochen und mehrmals deutlich weniger). So brauchte ich mich nicht darüber zu wundern, dass auch mein Immunsystem etwas geschwächt war und ich mir deswegen Anfang Dezember eine Bronchitis zugezogen hatte, durch die wieder einmal mein Start beim Nünberger Silvesterlauf verhindert wurde.

 

Insgesamt war ich im Jahr 2011 sportlich sehr erfolgreich, da ich mehr Wettkämpfe denn je bestreiten konnte (mit fast doppelt so vielen Kilometern, als in meinem bisher besten Laufjahr 2009) und über alle Distanzen neue persönliche Bestzeiten geschafft habe (die über 10 km allerdings nur inoffziell). Für 2012 lässt das auf eine Wiederaufnahme des positiven Trends hoffen. Nur die Gewichtsreduzierung ist nicht ganz gelungen (Wettkampfgewicht zuletzt 73 kg, statt der geplanten 70).