DAS LAUFJAHR 2011 - Erlanger Nachtlauf am 09.09.2011

Dieser Lauf ist für mich etwas ganz Besonderes: Mein erster Nachtlauf als Wettkampf! Dass es hier keine Ergebnislisten gibt, ist eher von Vorteil, da dadurch alles etwas lockerer ist. Also können wir es etwas gemütlicher, sozusagen als Trainingslauf, angehen. Wir sind hier zu fünft als AOK-Team angetreten (s. Bild unten). Der Jüngste ist ca. 15 Jahre jünger als ich, der Älteste ca. 10 Jaher älter. Ich werde, da der nächste Wettkampf bereits neun Tage später ansteht, nur 2 von 3 möglichen Runden (lt. Veranstalter je 4,3 km) laufen. Das ist noch mal ein guter Leistungstest.

 

In der Vorbereitung habe ich diesmal (anders, als vor dem letzten Lauf um den Altmühlsee) alles richtig gemacht. Vor drei Tagen ein letzter langsamer Lauf. Am selben Tag (abends) nochmals ca. 25 km mit dem Rad gefahren. Danach keine körperliche Belastung mehr. Ich fühle mich fit, obwohl ich seit dem letzten Wettkampf (trotz ununterbrochenen Trainings) ca. 2 kg zugenommen habe.

 

Das Wetter ist ideal (ca. 17° C, vor dem Start leichter Regen, leichter Wind). Der Lauf führt mitten durch die Stadt, ist aber trotzdem abwechslungsreich (keine langen Geraden, teilweise durch eine Grünanlage, vorbei u. a. an historischem Gemäuer, Bürogebäuden und modernen Wohngebäuden. Der Weg wird durch Fackeln markiert.

 

Wir laufen uns (zu dritt) noch ca. 20 Minuten lang langsam warm. Start ist pünktlich um 20.30 Uhr. Es sind über 600 Starter, die fast alle das Nachtlauf-Shirt tragen. Die Kinder laufen vorne. Dadurch geht es auf den ersten 500 Metern sehr langsam voran.

 

Diesmal kontrolliere ich meine Zeit nicht, sondern versuche (wie bei einem Tempolauf im Training) möglichst schnell zu sein. Ich werde deswegen im Verlauf - erwartungsgemäß - wieder etwas langsamer. Die erste Runde ist nach 19:00 Minuten vollendet. Hier kommen mir bereits Zweifel an der offiziell angegebenen Streckenlänge von 4,3 km. Bei der vorher angedachten Zeit von 5:10 Minuten pro Kilometer hätte ich über 22 Minuten unterwegs sein müssen.  

Unsere Mannschaft
Unsere Mannschaft

Obwohl ich im Tempo etwas nachgelassen habe, überhole ich kurz vor Ende der 2. Runde noch einige Läufer. Das Ziel ist nach genau 39 Minuten zum zweiten Mal erreicht. Ich verzichte, wie vorher geplant, auf eine dritte Runde. Hätte ich diese optimal laufen wollen, hätte ich es anfangs noch langsamer angehen müssen.  

 

Die Zeiten und gemessenen Streckendaten anderer Mitglieder des AOK-Teams bestätigen meine Vermutung. Tatsächlich waren es statt der offiziellen 8,6 nur etwa 7,8 Kilometer (= 3,9 km pro Runde). Mit glatten 5 Minuten pro Kilometer ist das dennoch eine neue (inoffizielle) persönliche Bestzeit (im Bereich von über 5 und unter 10 km). Es ist nur schade, dass die Teilnehmer - durch die falsch angegebene Streckenlänge - von einer höheren Leistung ausgehen, als sie tatsächlich erbracht haben. (Anmerkung: Der Veranstalter hat seine Angabe zur Streckenlänge nachträglich auf 3,9 km pro Runde berichtigt.) 

 

Nach dem Lauf fühle ich mich noch absolut fit. Mit zwei Mannschaftskameraden, die fast 1 Min./km schneller als ich und dadurch nach drei Runden (11,7 km) nur etwa 9 Minuten später als ich im Ziel waren, laufe ich noch ein paar Minuten aus.

 

Ich bin also, obwohl ich mich in den letzten 12 Monaten ausschliesslich auf die Halbmarathon-Distanz spezialisiert habe, auch auf kürzeren Strecken nicht langsamer, sondern eher noch etwas schneller geworden. Es besteht daher Aussicht, dass ich bei dem in gut einer Woche anstehenden Halbmarathon in Neumarkt unter 2 Stunden bleibe.