Schwabacher Citylauf (Hauptlauf 9,5 km) am 09.10.2011

Heute gehe ich das erste Mal in meiner Geburtsstadt Schwabach an den Start. Natürlich möchte ich hier eine persönliche Bestzeit laufen. Ausgehend von der vom Veranstalter angegebenen (gegenüber den Vorjahren von 8,7 auf 10 km verlängerten) Streckenlänge setze ich mir ein Ziel von unter 52 Minuten (auf jeden Fall aber unter 52:20), hoffe aber insgeheim auf eine Zeit von etwas weniger, als 51 Minuten. Ich habe mir deshalb vorgenommen, mit durchschnittlich 5:06 (1. Hälfte 5:09, 2. Hälfte 5:03 = insgesamt 51 Min./10 km) zu laufen.

 

Als ich in Schwabach ankomme, wird es sonnig und die Temparaturen erreichen um die 12° C, so dass ich in kurzer Hose und Laufshirt antreten kann. Kurz nach 12 Uhr kommen gerade die ersten Halbmarathonis ins Ziel. Der 10-km-Lauf startet (zusammen mit dem 5,4-km-Lauf) um 13.45 Uhr. Ich sehe zu, dass ich bestens hydriert bin, damit ich unterwegs kein Wasser brauche. Deshalb muss ich, bevor es losgeht, noch ein paarmal die öffentliche Toilette am Marktplatz aufsuchen.

 

Am Start stehe ich in der 5. Reihe (s. gelber Pfeil im Bild links). Die Ziellinie überquere ich nach etwa 3 Sekunden, so dass durch die reine Bruttozeit-Mes- sung (handgestoppt) keine Zeit verloren geht. Da es am Anfang - gleich nach dem Start auf dem Markt- platz - den Berg hinunter geht - versuche ich hier erst mal etwas schneller zu sein, um auf dem Rückweg auf diesem Abschnitt noch ein bisschen "Luft" zu haben. Der erste Kilometer ist nach 4 Minuten und 40 Sekunden geschafft. Wir sind jetzt bereits außerhalb von Schwabach, das wir in westlicher Richtung verlassen haben. Jetzt werde ich deutlich langsamer und werde auch immer wieder überholt. Eigene Überholvorgänge gibt es dagegen so gut wie keine. Das zeigt mir zumindest subjektiv, dass ich deutlich langsamer bin, als beim Stadtlauf in Nürnberg vor 6 Tagen.

 

Kilometer 2 erreiche ich nach deutlich über 10 Minuten, gerade noch im Zeitplan. Der 3. Kilometer ist erst nach deutlich über 15 1/2 Minuten erreicht. Jetzt bin ich bereits langsamer als geplant. Eine neue Bestzeit ist kaum mehr zu schaffen. Möglicherweise habe ich (mit 3 Wettkämpfen in 3 Wochen) in letzter Zeit doch etwas übertrieben.  

Auf der Zielgeraden: gekämpft und gelächelt
Auf der Zielgeraden: gekämpft und gelächelt

 

Etwas vor der Häfte der Strecke ist der westlichste Punkt der Strecke erreicht und es geht in südlicher Richtung weiter (während die Halbmarathonstrecke geradeaus verläuft). Nach kurzer Zeit geht es bergab und das gleich über einige Kilometer. Mein Nachlassen auf den Kilometern 2 und 3 war wohl auf einen nicht wahrgenommenen Anstieg zurückzuführen. Jetzt kann ich wertvolle Sekunden und vielleicht auch Minuten gutmachen. 

 

Im letzten Drittel des Laufes ist es wieder eben und wir erreichen die Halbmarthonstrecke, was daran zu erkennen ist, dass es jetzt wieder Kilometertafeln (beginnend mit 18) gibt. Jetzt geht es durch das Tal ostwärts zurück in die Stadt. Ich versuche, den Abstand zu den vor mir Laufenden zu halten. Er wird dennoch größer, allerdings nur sehr langsam. Mehr scheint auf ebener Strecke nicht mehr drin zu sein.  

 

Als es mir gelingt, eine Läuferin, die schon sehr lange vor mir ist, zu überholen, befllügelt mich das und ich kann zumindest mein Tempo und dem Abstand zu den Läufern vor mir bis zum Ziel halten. Auch den Spitalberg - kurz vor dem Ziel - laufe ich problemlos hoch. Im Ziel bin ich schließlich nach für mich überraschenden 49:00 Minuten (und das noch brutto), bleibe aber nicht sofort stehen, sondern laufe mich - zur schnelleren Regeneration - noch etwas aus.

 

Die Platzierung im Mittelfeld (61. von 118 bei den Männern und 73. von 169 in der Gesamtwertung) entspricht meinem subjektiven Empfinden vom Verlauf des Wettkampfs. In meiner Alterklasse bin ich (als 5. von 13) sogar noch etwas weiter vorne platziert. Mein Teamkollege war über 7 Minuten schneller als ich und wurde sogar 3. seiner Altersgruppe (Welche das ist, verschweige ich diskret!). 

 

Trotz des sehr niedrigen Startgeldes von 7 Euro gibt es am Schluss sogar noch Freibier (Weizen alkoholfrei). Was will man nach einem auch landschaftlich schönen Lauf und einem gut anfeuernden Publikum noch mehr erwarten?

 

Vielleicht eine genauere Angabe der Streckenlänge! Meine Endzeit steht nämlich im Gegensatz zu meiner - von mir als relativ gering empfundenen - Geschwindigkeit.  Der Veranstalter selbst geht von einer Streckenlänge zwischen 9,6 und 9,8 km aus. Nach meiner Schätzung sind es tatsächlich um 9,5 km. Umgerechnet auf 10 Kilo- meter sind das insgesamt 51 Minuten und 35 Sekunden brutto (= 5:09 Min./km) und 51:32 Min. netto. 

 

Auf diese Zeit kann ich trotzdem noch stolz sein, da ich mich gegenüber 2010 um 48 Sekunden (von 52:20 auf 51:32 Min. netto) verbessert. Leider kann dieses Ergebnis nicht als "persönliche Bestzeit" gewertet werden, da Streckenlänge nicht exakt feststeht. Offziell gilt noch immer die PB von Ansbach 2009 (52:48 brutto).

 

Impressionen von der Strecke (zum Vergrößern bitte anklicken!):