DAS LAUFJAHR 2013 - Fränkische-Schweiz-Marathon (1/10 über 4,1 km) am 31.08.2013

Dieser Lauf ist vor allem als Vorbereitung auf den zwei Wochen später stattfindenden Stadtlauf in Neumarkt gedacht. Ich will aber auch testen, wie schnell ich auf kurzen Strecken wirklich bin.

 

Der Start ist mitten in Ebermannstadt (direkt auf dem Marktplatz). Es gelingt mir überraschend, mit dem Auto fast bis dorthin vorzudringen und ganz in der Nähe von Start und Ziel zu parken. Mein Training der letzten Wochen war schwerpunktmäßig auf flotte Tempoläufe ausgelegt, aber nicht speziell auf Schnelligkeit. Deswegen ist auch keine neue persönliche Bestzeit zu erwarten. Mehr als 21 Minuten sollten es trotz des relativ warmen Wetters (nach eigener Schätzung 23° C im Schatten) aber nicht sein.

 

Nach neunminütigem Einlaufen und kurzer Pause bis zum Start lege flott los (in der Annahme, das Tempo bis zum Schluss halten zu können). Den ersten Kilometer schaffe ich in knapp über 5 Minuten, doch dann werde ich ständig langsamer. Da nützt es auch nichts, dass der Lauf landschaftlich sehr schön (durch das Wiesenttal, eingerahmt von den Bergen der Fränkischen Schweiz) und abwechslungsreich ist (über Pflaster, geteerte Wege, Feldwege, Wiesen und sogar Trampelpfade). Schliesslich führt er (bis auf eine Brückenunterquerung) ständig durch die pralle Sonne. Aber wenigstens verläuft er fast eben. Lediglich beim zweimaligen Überqueren der Bahn müssen zwei kurze Steigungen (bedingt durch den Bahndamm) bewältigt werden.

 

Als die Sonne nach 2 1/2 km hinter den Wolken verschwindet und es etwas kühler wird, gibt mir das Auftrieb. Es glingt mir sogar, mehrere Läufer locker zu überholen, ich lasse aber wieder nach. Erst auf dem letzten Kilometer lege ich nochmal deutlich zu. Weniger als 5 1/2 Minuten pro Kilometer werden es aber nicht. Ohne meine erstmals im Wettkampf getragenen "Barfuß"-Schuhe, die auf Dämpf-und Stützelemente verzichten und deshalb deutlich leicher sind, als andere Laufschuhe, wäre vielleicht nicht einmal das möglich gewesen.

 

Schließlich überquere ich die Ziellinie (wobei ich für einen zusätzlichen Schlußspurt einfach keinen Antrieb mehr habe) nach offiziellen 22 Minuten und 23 Sekunden (gemessen mit einem Handscanner). 

Die Datums-Abweichung kommt daher, dass der offizielle Marathon erst am 01.09. ausgetragen wurde.

Im Ziel gibt es eine schöne Erinnerungsmedaille, Wasser, einen Süssigkeitenriegel und einen Gutschein für zwei Kugeln Eis (und das alles für 5 Euro Startgebühr). Als ich ca. 15 Minuten später mein Eis genüsslich verzehre, sehe ich noch die letzte Läuferin und den letzten Läufer (von insgesamt 66), wie sie mit viel Beifall Arm in Arm im Ziel einlaufen. Sie haben sich ihn auch verdient, weil es für sie eine ganz enorme Anstrengung war, diesen Lauf überhaupt durchgestanden zu haben.

 

Ich bin  noch im Mittelfeld gelandet (29. von 66 insgesamt und 23. von 36 männlichen Läufern - incl. Kinder und Jugendliche - sowie 8. von 17 in der reinen Männerklasse), aber trotzdem enttäuscht, weil ich über Distanzen um 5 km schon wesentlich schneller war. Seit meinem letzten Lauf (vor 6 Wochen über 7,4 km) habe ich mich nicht wirklich verbessert. Damals bin ich erst nach 3 km eingebrochen und war nach 4,1 km - mit 22:56 - nur wenig langsamer als heute, obwohl es sehr viel wärmer war. Wenigstens hatte ich während und nach dem Rennen erneut keine gesundheitlichen Probleme.

 

Warum ich so langsam war, ist mir erst im Nachhinein klar geworden. Ich habe  (trotz zusätzlichem Fahrradtraining) zu einseitig und zu wenig wettkampfspezifisch trainiert (was auch darauf zurückzuführen war, dass ich zwischendurch wegen einer Erkältung eine Woche pausieren musste und entsprechend zurückgeworfen wurde). Das muss und wird sich ab sofort ändern. Die ersten Erfolge werden sich bereits beim nächsten Rennen in Neumarkt zeigen.