2. HiRo-Run (Hilpoltstein-Rothsee) über 21,1 km am 15.04.2012

Bei der gelungenen Premiere (letztes Jahr) war ich verletzungsbedingt nur passiv dabei, heute endlich aktiv. Diesmal ist es kälter (Temp.: ca. 6 ° C) und es regnet (wenn auch nur leicht); insgesamt - aus meiner läuferischen Sicht - bessere Bedingungen, als damals. Am Start sind rund 600 Läuferinnen und Läufer, etwas mehr, als im Vorjahr.

  

Meine Verfassung ist heute nicht die beste. Das Training war nicht optimal verlaufen. Ich musste krankheitsbedingt (Infekt, Zehennagel-Operation) mehrmals unterbrechen und praktisch immer wieder von vorne anfangen. Zuletzt konnte ich nur 4 Wochen am Stück trainieren und mein Gewicht war (durch Zunahmen während der Trainingspausen) viel zu hoch. Beim gestrigen letzten leichten Training hatte ich sogar mit einer Beinschwere zu kämpfen. Ein Zeichen dafür, dass ich übertrainiert sein könnte. Es ist daher gewagt, hier überhaupt anzutreten. Entsprechend gedämpft sind meine Erwartungen. Ich bin Realist. Eine bessere Zeit als 2:10 werde ich kaum schaffen.

 

Beim Start stelle ich mich unmittelbar vor den 2:00-Zugläufer. Es könnte ja sein, dass ich doch schneller bin, als erwartet. Ich werde deswegen zunächst erst mal versuchen, mitzuhalten.

 

Was ich bereits beim fünfminütigen Warmlaufen bemerkt habe, bestätigt sich schon kurz nach dem Start. Ich habe einen Schmerz im rechten Unterschenkel, der sich wie eine Beinschwere anfühlt, wobei aber nur der untere Teil des Unterschenkels betroffen ist. Dennoch hänge ich mich an den Zugläufer an. Nach 12 Minuten ist der RMD-Kanal erreicht. Es gelingt mir, bei und nach der Überquerung des Kanals dranzubleiben. Nach km 6 (noch vor dem Rothsee) muss ich den Zugläufer dann doch ziehen lassen, da ich die 5:40 Min./km wegen der Schmerzen im Unterschenkelbereich nicht durchhalten kann. Es liegt nach meiner Einschätzung wohl am zu hohen Gewicht und dem überzogenen Training. Das Laufen mit Einlagen (nach wochenlangem Training ohne) kann auch mitursächlich sein. 

 

Jetzt fühle ich auch links eine leichte Fußschwere. Dennoch mache ich weiter. Nur an der zweiten "Wasserstelle" nehme ich einen Schluck Wasser, den ich eigentlich gar nicht brauche, da ich ausreichend hydriert bin. Kurz vor Kilometer 10 merke ich, dass es langsam besser wird. Zuvor kontrolliere ich noch die Schnürung meines rechten Schuhs, kann aber keine Einengung feststellen. Darauf hin werde wieder etwas schneller. Kilometer 11 (kurz nach der halben Umrundung des Rothsees) erreiche ich nach 1:04:09 Stunden. Der Schmerz in den Fußgelenken tritt langsam in den Hintergrund. So geht es relativ flott weiter (um 06:00/km), auch wenn ich seit km 6 nur überholt werde.

 

Ein Läufer (wohl etwas jünger als ich) fällt mir auf, der immer wieder (bis kurz vor dem Ziel) ins Gehen wechselt, um dann - sobald ich ihn überholt habe - wieder zu laufen und mich zu überholen.

 

Bis zum Ende des 2. Drittels kann ich das Tempo in etwa halten. Dann werde ich etwas langsamer, um dann ab km 18 wieder zuzulegen. Den Anstieg zur Brücke über den RMD-Kanal bei km 18,5 ("Heart-Break-Hill"), den viele gehen müssen, schaffe ich im Laufen. Bis km 20 geht es ganz flott. Die letzten 1.100 Meter lasse ich nur wenig nach und so laufe ich (lt. Anzeigetafel im Zielbereich) nach 02:09:58 im Ziel ein. Damit habe ich mein eingangs genanntes Minimalziel klar erreicht.

 

Die Nettozeit liegt offiziell bei 2:09:16. Angesichts dessen, dass ich nicht in der für so einen Lauf erforderlichen optimalen Verfassung war, geht das Ergebnis durchaus in Ordnung. Ich wurde hier erstmals letzter meiner (neuen) AK, insgesamt aber noch 525. von 591. Das heißt, es kamen 66 Läuferinnen und Läufer erst nach mir ins Ziel.

 

Im Ziel schmeckt mir mein alkoholfreies Radler sogar noch besser, als das angebotene Obst und ich bin froh, nicht aufgegeben zu haben.

 

Fazit: Ein Lauf, der - allein wegen der enthaltenen Anstiege - Bestzeiten nicht zulässt, aber auch bei Regenwetter zauberhaft ist. Nach km 6 bin ich durchweg um die 6 Min/km gelaufen, ohne nochmals einzubrechen Atmungsmäßig gab es keine Probleme.  An der Ausdauer hat es daher nicht gefehlt. Es muss also nur die Geschwindigkeit (durch Gewichtsabnahme und weitere Tempoläufe) noch verbessert werden. 

 

Fotogalerie mit Urkunde (Zum Abspielen und Vergrößern bitte Bild anklicken!):

Zieleinlauf-Video.mp4
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