DAS LAUFJAHR 2014 - vorläufiger Abschlussbericht (Stand: 31.12.2014)

Das Training ab Jahresbeginn verlief irgendwie lustlos und nur selten machte es richtig Spass. Irgendwie ist mir wohl die Motivation abhanden gekommen. Den Zeitverlust nach einer einwöchigen Erkältungspause im März versuchte ich durch häufigeres Laufen zu kompensieren, was natürlich ein Fehler war und prompt wieder zu Überlastungsbeschwerden im Bereich der linken Ferse führte. Diese ignorierte ich eine Woche lang, wodurch sich die fast nur beim Gehen auftretenden Schmerzen bei einem langen Lauf (ca. 15 km) erheblich verstärkten. Es liegt eine massive Entzündung des Sehnenansatzes an der Ferse vor. Ärztlicherseits wurde mir geraten, das Lauftraining zu reduzieren und zusätzlich Fahrrad zu fahren, was ich sowieso getan hätte. Nur konnte ich zunächst überhaupt nicht laufen, weswegen ich mich ausschließlich auf das Fahrradfahren verlegt habe und recht intensiv trainiere (durchschnittlich einmal täglich, 300 bis 400 km im Monat).

 

Über drei Monate lang hatte ich bei jedem Schritt Schmerzen. Nach etwa eineinhalb Monaten kam es zu schmerzlosen Momenten, die immer länger wurden. Genau so oft kam es zum Wiederauftreten des Schmerzes, was jedesmal einen depressiven Schub auslöste. Als Besserung konnte ich das nicht empfinden. Diese trat erst nach über 3 Monaten ein und dann sehr schnell. Nachdem ich in einem einwöchigen Kurzurlaub mich zwar körperlich betätigt hatte, aber weder viel gegangen noch mit dem Fahrrad gefahren bin, waren die Schmerzen plötzlich verschwunden.

 

Nach einem ersten halbstündigen leichten Probelaufen über 4,4 km am 29.06. hatte ich wieder leichte Schmerzen beim Gehen. Ich musste also noch länger pausieren. Beim Nürnberger Firmenlauf am 22.07. (über 6,1 km) trat ich ohne vorheriges Training an. Es funktionierte (dank des vorausgegangenen intensiven Fahrradtrainings), obwohl die Verletzung noch nicht vollständig abgeheilt war.

 

Nach dem Nürnberger Firmenlauf im Juli habe ich wieder das regelmäßige Training aufgenommen. Richtig beginnen konnte ich erst nach meinem lauffreien Urlaub im August. Es war unerwartet schwer, wieder einigermaßen in Form zu kommen. Am schwierigsten war es, die Geschwindigkeit zu steigern. Ab Ende Oktober kam es dann häufiger zum Auftreten "schwerer Beine", was ein schnelles Laufen unmöglich machte. Anfang Dezember stürzte ich im Training und zog mir eine Platzwunde im Nasenbereich zu. Das Training ging dennoch lückenlos weiter. Bei etwas reduzierter Trainingshäufigkeit sind die Beinbeschwerden  etwas zurück gegangen und waren In der letzten Woche vor dem Silvesterlauf ganz verschwunden.

 

Das war mein bisher schlechtesten Rennen. War das mein letzter Wettkampf? Die Zukunft (der weitere Trainingsverlauf) wird es zeigen.