MEINE LÄUFE und ICH - Wie alles begann

TEIL 1 (Gesundheitsläufer)

Es hätte nicht viel gefehlt und ich hätte schon vor 25 Jahren mit dem Laufen angefangen. Damals wurde ich an einer Nasenscheidewandverkrümmung operiert. Im Krankenhaus wurde mir - nach der Operation - mehrmals täglich der Puls gemessen. Er lag bei mir immer zwischen 45 und 50, was recht niedrig ist. Normal wäre 60 - 80. Ich wurde deshalb gefragt, ob ich Sportler wäre, was ich verneinte. Denn mit Sport hatte ich (ausser ein bißchen Schifahren und Radfahren) bis dahin nichts zu tun. Das brachte mich auf die Idee, es doch mal mit Laufen zu versuchen. Ein erster Versuch im Wald scheiterte aber nach hundert Metern. Dabei blieb es dann auch.

 

Es sollten dann nochmals ungefähr 15 Jahre vergehen, bis ich erneut zum Laufen kam. Ich hatte (anhand der typischen Symptome, die bei mir - ein paar Tage nach dem ich im Radio einen Bericht darüber hörte - plötzlich aufgetreten sind) festgestellt, dass ich Diabetes hatte. Darauf hin habe ich (nach ärztlicher Bestätigung) - vom einen Tag auf den anderen - meine Ernährung völlig umgestellt und die Kalorienzufuhr radikal eingeschänkt. Jeden Tag bin ich mindestens eine halbe Stunde lang Rad gefahren. Nach ein paar Monaten habe ich dann auch noch mit dem Laufen angefangen. Und da ging es dann plötzlich. Ich konnte von Anfang an eine Viertelstunde am Stück laufen. So blieb ich dann etwa 4 Jahre lang beim Laufen (immer jeden zweiten Tag im Wechsel zum Radfahren). Das Laufen war wirklich ein herrliches Gefühl. Nach ein paar Monate konnte ich den Diabetes vergessen. Ich konnte locker über eine Stunde am Stück laufen. Nach einem halben Jahr hatte ich 20 kg (auf 72 kg) abgenommen.

 

Irgendwie hab ich es dann doch übertrieben, da ich nach ca. 4 Jahren Schmerzen in den Knien (vor allem links) bekommen habe. Ärztlicherseits  konnte nichts weiter festgestellt werden, als daß ich anlagebedingt relativ dünne Kniescheiben habe und das linke Knie etwas unrund läuft. Vom Laufen wurde mir nicht abgeraten. Da ich reiner Gesundheitsläufer war (und Gelenkprobleme befürchtete), nahm ich die Knieschmerzen zum Anlass, diese Art der sportlichen Betätigung dennoch zu beenden. Da ich die Schmerzen auch beim Radfahren hatte, wurde auch das eingeschränkt. Die Knieschmerzen verschwanden dann auch irgendwann ganz.

 

Diabetesmäßig trat keine Verschlechterung ein, aber ich fühlte mich langsam nicht mehr so fit. Seit November 2007 hatte ich Schmerzen im Bereich der rechten Hüfte. Ärztlicherseits wurde festgestellt, daß es wohl etwas Muskuläres war und mir Krankengymnastik verschrieben. Ich kam aber gar nicht dazu, diese zu nehmen, als ich am 31.12.2007 beim Autowaschen auf glattem Boden mir den rechten Knöchel verstauchte. Nun, da ich ein paar Wochen fast überhaupt nicht mehr laufen konnte, merkte ich erst, wie schön es doch war, so richtig zu laufen und wie unbeweglich ich geworden war. Immerhin wog ich schon wieder über 85 kg.

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