RICHTIG LAUFEN - Lauftechnik und Laufstil

DIE RICHTIGE LAUFTECHNIK

Fersen- / Mittelfußlauf
Fersen- / Mittelfußlauf

Beim Vorfußlauf (auf Strecken bis 10.000 m gebräuchlich), der vor allem für schnelle Sprints geeignet ist, setzt der Fuß zuerst vorne auf. Das geschieht automatisch beim Bergauflauf. Wird ausschließlich diese Technik angewendet, kann sie zu Achillessehnenproblemen und Muskelverletzungen führen.

 

Kommt der Fuß zuerst mit der Ferse am Boden, spricht man vom Fersenlauf (Foto: s. Läufer im Vordergrund). Bergab läuft man automatisch auf den Fersen. Wird der Fersenlauf ständig angewendet, kann er Knochen und Gelenke übermäßig belasten. Das gilt vor allem dann, wenn man nicht nach vorne abrollt, sondern sich mit der Ferse vom Boden abstößt, um seine Schrittlänge übertrieben zu vergrößern.

 

Beim Mittelfußlauf landet der Läufer auf dem ganzen Fuß (Foto: s. Läufer im Hinter- grund). Dieser wird als die optimale Lauftechnik angesehen, da er keine Nachteile hat.  

 

Bei Laufen werden nicht nur Beine und Füße eingesetzt, sondern auch Arme, Oberkörper und Kopf. Der richtige Knie- und Armeinsatz (s. Video "Die richtige Technik beim Laufen" - 2:15 Min.) ist für die Lauftechnik besonders wichtig. Ein weiteres Video, das sich ausführlich mit der "Technik des Laufens" befasst (8:01 Min.)  sowie eine Kurzfassung von Prof. Dr. Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln (1:09 Min.) kannst Du hier abrufen. 

 

Wie eine unnatürliche Lauftechnik so weit als möglich vermieden werden und die eigene Lauftechnik optimiert werden kann, erfährst Du im folgenden Beitrag (herunterladbare PDF-Datei). Dieser verweist u. a. auf das "Lauf-ABC's als Koordinationstraining zur Verbesserung der Schrittfrequenz und der Bewegungsabläufe (s. Seiten 5 und 9). Alle Läufer - vom Anfänger bis zum Wettkampfläufer - können damit ihre Lauftechnik verbessern und darüber hinaus ihr Bewegungsrepertoire vergrößern. Näheres (mit Video) zum Lauf-ABC: Laufen: von A bis Z. 

Die optimale Lauftechnik.pdf
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Wem das alles zu aufwendig ist, dem empfehle ich, sich zunächst an dem Beitrag des BR ("Natürlich Laufen", s. Übersicht) zu Natural Running (= natürliche - vom schuhlosen Laufen abgeleitete - Lauftechnik)  zu orientieren. Mehr darüber im Internet, u. a. unter http://www.laufdimension-bodensee.de/naturalrunning/index.html.  

DER RICHTIGE LAUFSTIL

Emil Zatopek (1951)
Emil Zatopek (1951)

Der Laufstil ist die persönliche Ausprägung der angewendeten Lauftechnik.

 

Bei Laufveranstaltungen kann man die unterschiedlichsten Laufstile beobachten. Es ist sinnvoll, sich (wie etwa Sabrina Mockenhaupt, s. Video - 0:04 Min. -) von vorherein einen ökonomischen Laufstil anzueignen, weil man sich dann nicht mehr mühsam umgewöhnen muss und gegenüber anderen Läufern im Vorteil ist, da man zum Laufen weniger Energie aufwenden muss. Diese Erkenntnis scheint sich allgemein durchgesetzt zu haben, da Läufer mit extrem schlechtem Laufstil, wie z. B. Emil Zatopek (s. Foto) selten geworden sind.

 

Ökonomisch läuft, wer

- die für ihn oder die Strecke passende Lauftechnik richtig anwendet,

- dies in entspanntem Zustand tut,

- die Schrittlänge nicht zu lange wählt (um ein dadurch verursachtes Abbremsen zu verhindern),

- nicht mit Kopf und Oberkörper pendelt (sondern diese gerade hält und nach vorne schaut), 

- die Arme dicht neben dem Körper - aus dem Schultergelenk heraus - bewegt und

- die zur Faust geformten Hände locker hält.

 

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