RICHTIG LAUFEN - Wo und wann laufen?

WO?

Laufen kann man prinzipiell auf jedem Untergrund, auch auf einem Laufband im Fitneßstudio.

 

Bevorzugt sollte man (als Anfänger) auf einem etwas nachgebenden Naturboden (z. B. Waldweg) laufen, da er Belastungen besser abfängt und daher für den Bewegungsapparat der schonendste Untergrund ist. Im Wald ist man zudem von Wind und Regen geschützt und an heißen Tagen vor zu intensiver Sonnenbestrahlung. Die Verletzungsgefahr (z. B. Umknicken des Fußes) ist hier (wegen Unebenheiten, Ästen oder feuchten Blättern) allerdings größer, als auf Asphalt. Auch die Achillessehne wird stärker belastet, als auf hartem Untergrund.

 

Da Asphalt keine Gelenkschäden verursacht (s. Irrtum 1 und Annahme 9 in Irrtümer und Wahrheiten) , gibt es keinen Grund, das Laufen auf Asphalt generell zu meiden. Dort kann man nämlich technisch sauberer und, bei gleichem Tempo, mit weniger Kraftaufwand laufen.

 

Aus Sicherheitsgründen sollte man das Laufen auf der Straße möglichst vermeiden. Wenn man dort doch mal trainiert, sollte man auf der linken Seite - den Autos entgegen - laufen, um notfalls schnell ausweichen zu können.

 

Mehr Kraft kostet das Laufen auf Sand sowie in hügeligem Gelände (mit größeren Steigungen). Am Sandstrand sollte man nahe am Wasser laufen, da dort der Sand fester ist. Anfänger sollten zunächst flache Trainingsstrecken wählen. Fortgeschrittenen bietet profiliertes Gelände viel Abwechslung. Hügel- und Bergläufe sind ein gutes Kraft-Ausdauer-Training; sie sollten deshalb, wenn irgend möglich, zu jeder Wettkampfvorbereitung gehören. Rennstrecken sollte man nach der zu erwartenden Belastung auswählen. Für Anfänger sind flache Strecken ideal. 

WANN?

Laufen kann man prinzipiell zu jeder Tages- und Nachtzeit, bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. Dabei ist allerdings folgendes zu beachten:

 

Nüchtern laufen führt, sobald die gespeicherten Kohlenhydrate verbraucht sind, zu einem Leistungseinbruch (s. Irrtum 7 in Irrtümer und Wahrheiten). Auch ist die körperliche Leistungsfähigkeit im Tagesverlauf unterschiedlich (Biorythmus). Am besten ist sie am frühen Vormittag (zwischen 8 und 10 Uhr) und vom späten Nachmittag bis zum frühen Abend (zwischen 16 und 19 Uhr), am schlechtesten nachts. Wer einen Wettkampf plant, sollte - zumindest in den letzten zwei Wochen davor - zu der Tageszeit trainieren, zu der das Rennen stattfindet.

 

Im Frühjahr und im Herbst läuft es sich am angenehmsten. Die Kleidung sollte immer dem Wetter angepasst sein. Auch bei Hitze und Kälte, Schnee und anderen Erschwernissen (Höhe, Ozon, Smog, Zecken) kann man meist noch laufen. Mehr hier:

Erschwerte Bedingungen.pdf
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