TRAINING und WETTKAMPF - Wie funktioniert Training?

Das Lauftraining  ist ein stetiger Wechsel, bei dem der Körper durch Forderung und Entspannung (= Belastung und Erholung) verbessert wird und damit Ausdauer und Schnelligkeit erhöht werden. Positiver Nebeneffekt ist die Reduzierung von Fett.

 

Zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit ist es zunächst erforderlich, dem Körper eine neue ungewohnte Aufgabe zu stellen (= wirksamer Trainingsreiz). Dieser reagiert darauf mit Anpassung (Ermüdung + Erholung = Überkompensation).  Die Trainingsbelastung wird in % der maximalen Herzfreuquenz berechnet. 

 

Die Belastung muss (da sich die Reizschwelle nach erfolgter Trainingsanpassung nach oben verschiebt) - in Abhängigkeit vom Lebens- und Trainingsalter sowie dem erworbenen Fitnesszustand - allmählich gesteigert werden. Damit der Leistungszuwachs nicht stagniert, müssen variable Trainingsreize (unterschiedliche Geschwindigkeiten und Dauer sowie Trainingsstreckenbeschaffenheit) geschaffen werden, bei denen sich die unterschiedlich gestalteten Belastungs- und Regenarationsprozesse effizienter überlagern. Trainingsreize müssen mehrfach über einen längeren Zeitraum wiederholt werden, um eine stabile und optimale Anpassung zu erzielen. Die biologischen Systeme benötigen unterschiedlich lange (von Tagen bis zu Jahren), um sich anzupassen. Für das Erreichen des höchstmöglichen Leistungsniveaus und persönliche Bestzeiten ist daher ein jahrelanges kontinuierliches Training nötig. Ohne Erholung ist Training nicht wirksam. Der nächste gleichgelagerte Reiz sollte daher erst erfolgen, wenn die Wiederherstellung und Anpassung auf höherem Niveau abgeschlossen ist. Erfolgt der Reiz zu früh, kann dies zu Übertraining, einer Abnahme des Leistungsniveaus oder gar zu Verletzungen führen.

 

Niemand kann ständig Bestleistungen erbringen. Bei leistungsorientierten Läufern sind deshalb im Jahresverlauf Belastungwechsel erforderlich (aufbauende Vorbereitungsphase, stabilisierende Wettkampf- und Übergangsperiode mit vermindertem Training). Innerhalb dieser Phasen gibt es weitere Unterteilungen (Phasen mit mehr Intensität, Regenerationsphasen vor Testrennen sowie solche, in denen das Training mehr umfangorientiert ist. Dadurch kommt insgesamt ein optimaler Belastungswechsel zustande. Das einzelnene Training umfasst einen Aufwärm-, Haupt- und Auslaufteil. Deren Einhaltung ist wichtig, um eine Überbelastung zu vermeiden.

 

Jeder reagiert (im wesentlichen bedingt durch anlagebedingte Unterschiede) anders auf Trainingsreize. Wer die Reaktion seines Körpers auf die unterschiedlichen Trainigsmaßnahmen beobachtet und in seinen Trainingsplänen entsprechend umsetzt, kann aus seinen Anlagen das Optimale herausholen. Des weiteren können in bestimmten Altersphasen Fähigkeiten besser oder schlechter trainiert werden (Beispiel: Ein über 50-jähriger trainiert seine Schnelligkeit besser mit einem Tempo-Dauerlauf, als im Intervalltraining).

 

Durch das Laufen werden bestimmte Muskeln deutlich beansprucht. Prof. Dr. Froböse (Deutsche Sporthochschule in Köln) empfiehlt deshalb - parallel zum Laufen - ein Ausgleichstraining. Video (1:50 Min.) hier.

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